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16. September 2008
Sanierung von Schiessanlagen
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Kugelfänge sowie deren unmittelbare Umgebung weisen generell sehr hohe Metallbelastungen auf, wobei Blei und insbesondere das zur Bleihärtung eingesetzte Halbmetall Antimon relevant sind.
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Korrosionsprozesse im Boden führen dazu, dass die beiden Schadstoffe Blei und Antimon in eine lösliche Form überführt, durch Niederschläge ausgewaschen werden und so über das Grundwasser in die Nahrungsmittelkette gelangen können. Neben dem Wirkungspfad über das Grundwasser geht auch von der oralen Aufnahme der Schadstoffe (Geschossfragmente in der obersten Bodenschicht) insbesondere für Tiere eine grosse Gefahr aus.
.D.h. Kugelfänge stellen – je nach örtlicher Begebenheit – sanierungsbedürftige Standorte dar und müssen entsprechend saniert werden.
.Einen Standort sanieren bedeutet, dass der Eintrag von Schadstoffen ins Schutzgut (Grundwasser, Oberflächengewässer, Boden) nachhaltig unterbunden wird. Bei Kugelfängen ist die kostengünstigste Variante der Abtrag bzw. Aushub des stark kontaminierten Erdreichs. Zudem werden künstliche Kugelfänge eingesetzt, um einen weiteren Eintrag von Geschossen ins Erdreich zu verhindern.
.Erfahrungsgemäss kann Kugelfangmaterial, welches mehr als 2000 ppm Blei aufweist, nicht mehr deponiert werden, da das Auswaschungspotenzial der Schadstoffe zu gross ist. Eine thermische Verwertung z.B. im Zementwerk ist auf Grund des hohen Metallgehalts nicht zulässig.
.Eine Abtrennung der Bleifraktion mittels einfachen Aufbereitungstechnologien wie Absiebung oder Magnetabscheider ergibt keine genügend hohe Abreicherung des Bleis, als dass das Restmaterial ohne weitere Behandlung umweltverträglich entsorgt werden könnte.
.Die erfolgreichste Behandlung des Materials ist eine Auftrennung der Kies-, Sand- und Feinfraktion in der Bodenwaschanlage mit einer Nachbehandlung der einzelnen Fraktionen.
.Die in der Feinfraktion vorhandenen löslichen Schadstoffe werden immobilisiert (d.h. in eine schwer lösliche Form überführt) und gesetzeskonform deponiert.
.Die Kies- und Sandfraktion werden im NE-Abscheider weiter behandelt. Hierbei wird hochwertiges, wieder verwertbares Blei zurückgewonnen, welches in den Metall-Kreislauf gelangt. Die Kiesfraktion kann in der Regel als Recyclingbaustoff in gebundener Form wiederverwertet werden. Die Sandfraktion wird je nach Schadstoffbelastung über eine Dichtesortierung ebenfalls zu einem verwertbaren Produkt aufbereitet oder analog der Feinfraktion immobilisiert und deponiert.
.Unsere langjährige Erfahrung in der Aufbereitung von Kugelfangmaterial zeigt, dass sich mit dem beschriebenen Verfahren über 90% des gesamten in Kugelfängen enthaltenen Bleis zurückgewinnen lässt.
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