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4. November 2009
Landheim Brüttisellen eröffnet neues Werkstattgebäude
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Im Herbst 2008 erstellten die Eberhard Unternehmungen den Baugrubenaushub für das neue Werkstattgebäude, das am 30. Oktober 2009 offiziell eröffnet wurde.
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Im neuen Gebäude sind die Schreinerei, die Schlosserei, die Recycling-Abteilung und die neue Trainings- und Orientierungswerkstatt untergebracht. «Es ist ein Meilenstein in der 125-jährigen Geschichte des Landheims», sagte Gesamtleiter Chris Clausen bei der Eröffnungrede. 32 dissoziale männliche Jugendliche zwischen 15 und 22 Jahren leben im Landheim. Dort können sie eine Ausbildung absolvieren, werden in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefördert und erhalten so eine Perspektive für die Zukunft.
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Hilfe geht vor Strafe
Auf dem Rundgang durch das neue Werkstattgebäude will Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf von den Jugendlichen wissen, wie sie leben und arbeiten und warum sie im Landheim sind. Sie nahm sich Zeit für persönliche Kontakte mit den Jugendlichen, besichtigte ihre Zimmer, sprach mit ihnen über ihre Zukunft, fragte nach, weshalb sie im Landheim sind und diskutierte mit ihnen über Recht und Unrecht. Zuwiderhandlungen gegen das Waffen- oder Betäubungsmittelgesetz oder verschiedene andere krumme Touren - viele der Bewohner waren schon einmal straffällig.
 
Tiefe Rückfallrate
Für die Justizministerin sind solche Schicksale nichts Neues. Sie hatte in ihrer früheren Arbeit als Strafverteidigerin oft mit Jugendlichen Straftätern zu tun. «Es ist mir wichtig, dass wir den richtigen Weg finden zwischen Strafe, die sein muss, und Hilfestellung, damit die Jugendlichen das Leben künftig straflos meistern können», erklärte sie in ihrer Festansprache. Das Jugendstrafgesetz setze deshalb in erster Linie bei den erzieherischen und therapeutischen Bedürfnissen der jungen Leute an. Ein Freiheitsentzug wie im Erwachsenenstrafrecht sei oft kontraproduktiv. Allerdings schränke die Unterbringung in einer Erziehungseinrichtung die Freiheit natürlich auch ein, und das sei auch richtig so. Das schweizerische Jugendstrafrecht habe sich bewährt, sagte sie. Die durchschnittliche Rückfallrate liege in der Schweiz mit ungefähr 32 Prozent bedeutend tiefer als in den Nachbarländern. «Wir sind Weltmeister im Schlechtmachen unserer Institutionen. Wenn ich dann im Ausland feststelle, dass unsere Art des Strafvollzugs als Vorbild gilt, tut das gut.»
 
Geschichte des Landheim Brüttisellen
Caspar Appenzeller (1829-1901), ein kleiner Buchhalter und Korrespondent, entschloss sich mit 30 Jahren selbständig zu machen. Er wurde Seidenhändler. Nach einigen Jahren legte er das Fundament zur industriellen Produktion und kaufte eine kleine Seidenzwirnerei. Da er nicht genügend Arbeitskräfte fand, kam ihm die Idee, junge Frauen ohne Kostgeld aufzunehmen und sie ihren Aufenthalt im Heim, in der Fabrik verdienen zu lassen. Dafür richtete er 1857 die Mädchenanstalt Wangen ein. Damit hatte Caspar Appenzeller den Grundstein für seine fürsorgerische Tätigkeit gelegt. Es ist nicht von ungefähr, dass er diesen Weg einschlug. Sicherlich war die Erinnerung an die eigene Kindheit in Armut eine treibende Kraft. Aber auch die tiefe religiöse Überzeugung. Seinen Besitz begriff er als Verwalter, der einmal Rechenschaft vor Gott ablegen muss. Eine schwere Krankheit liess ihn 1859 das Gelübde ablegen, 2/3 seines Vermögens für wohltätige Zwecke zu verwenden. Daran hat er sich Zeit seines Lebens gehalten. Seine Lebensregel "bete und arbeite" diente ihm als Erziehungsgrundlage. Die "Erziehung durch Arbeit zur Arbeit " sollte die Voraussetzung für ein besseres Leben schaffen. Es folgte der Kauf zweier weiterer Gebäude. Eines wurde 1869 zur 'Anstalt Tagelswangen', heutiges Restaurant "Landhus" und das andere, unfern der Eisenbahnstation gelegenen, 1874 zur Knabenanstalt 'Zur Heimat': heutiges Landheim Brüttisellen. Nach über fünfzig Jahren, in denen der Gründer und seine Familie die Anstalten selber führten und finanzierten, wurde am 10. Mai 1930 eine gemeinnützige Stiftung, die CASPAR-APPENZELLER-STIFTUNG mit Sitz in Brüttisellen errichtet.
 
Die Eberhard Unternehmungen unterstützten den Neubau des Landheim Brüttisellen finanziell und mit Arbeitsleistungen.
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Landheim Brüttisellen . Schreinerei . Recycling-Abteilung
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