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8. April 2009
Baustellenbericht Toni-Areal Zürich
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Mit grosser Dynamik entwickelt sich Zürich West vom Industriegebiet zum gemischten Quartier mit Zentrumsfunktion. Eine Vielzahl von Bauvorhaben befindet sich gegenwärtig in der Realisierungsphase.
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So auch der Um- und Ausbau der ehemaligen Toni-Milchfabrik zur neuen Nutzung als Campus der Zürcher Hochschule sowie für Gewerbe und als Wohnraum. Eine der ersten grossen Bauaufgabe ist der Abbruch des rund 70 Meter hohen Fabrikkamins.
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Anspruchsvoller Teilabbruch
Im riesigen Gebäude, es ist rund 155 Meter lang und 90 Meter breit, wird seit Oktober 2008 intensiv gearbeitet. Die für die Neunutzung nicht mehr benötigten Gebäudeteile werden entfernt und der Entsorgung zugeführt. Wie Pascal Zimmermann, Bereichsleiter Bau Region 1 der Eberhard Bau AG, gegenüber dem "baublatt" auf der Baustelle ausführt, sind von seiner Unternehmung bis zu 38 Mitarbeiter mit einem grossen Maschinenpark im Einsatz, unterstützt durch weitere zehn Mitarbeiter von beigezogenen Subunternehmern. "Die grosse Herausforderung ist für uns der Teilabbruch des Gebäudekomplexes", erläutert Zimmermann die speziel-len Anforderungen. Der Abbruchvorgang ist genau festgelegt und kontinuierlich sind mit dem Arbeitsfortschritt provisorische Gebäudeaussteifungen und Deckenabstützungen einzubauen. "Für diese Hilfskonstruktionen bauen wir rund 200 Kubikmeter Holz und 70 – 80 Tonnen Stahl ein", erläutert Zimmermann. Bis Ende Juli 2009 sollen gemäss seinen Aussagen die anspruchsvollen Abbrucharbeiten abgeschlossen sein. "Für einen vollständigen Rückbau wäre die Bauzeit kürzer gewesen", ergänzt er. Das Abbruchvolumen umfasst im Festmass rund 20'000 Kubikmeter Beton, rund 10'000 Kubikmeter Mischabbruch und geschätzte 5'000 Tonnen Stahl. Die Auftragssumme für die zu erbringenden Leistungen der Eberhard Bau AG beträgt rund 7 Millionen Franken.
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Abbruch des rund 70 Meter hohen Fabrikkamins
Eine der ersten grossen Bauaufgaben ist der Abbruch des rund 70 Meter hohen Fabrikkamins auf der Seite Pfingstweidstrasse. Der kreisrunde Kamin hat einen Aussendurchmesser von 3,40 Meter und wurde von 1972 bis 1977 gebaut. Anschliessend stand er bis 1999 in Betrieb. Die Aussenschale besteht aus einer 20 cm dicken, armierten Stahlbetonwand. Im inne-ren Schachtquerschnitt befinden sich drei mit feuerfesten Steinen gemauerte Kaminzüge. Gemäss Pascal Zimmermann war vorgesehen, die Betonschale in segmentförmige Teilstücke zu schneiden. Bei der Ausführung der ersten Schnitte stellte man aber rasch fest, dass die Betonqualität für diesen Abbruchvorgang zu schlecht ist: Die geschnittenen Segmentstücke zerfielen in Einzelstücke. In der Folge entschieden die Verantwortlichen, die Betonschale mit einem kleinen, hydraulisch angetriebenen Betonbeisser mit einer maximalen Druckkraft von 30 Tonnen zu zerkleinern. Die dabei entstehenden handgrossen Betonbrocken werden in den Kaminzug geworfen und gelangen im freien Fall an den Schachtfuss. Dort wird über eine her-ausgespitzte Öffnung das Abbruchmaterial mit einem kleinen Kompaktlader entfernt.
.Standen auch andere Abbruchverfahren zur Diskussion? Dazu Pascal Zimmermann: "Sprengen kam aufgrund der Nähe zu den Gleisanlagen der SBB und der Pfingstweidstrasse nicht in Frage. Ein Rückbau mit einem grossen Hydraulikbagger, ausgerüstet mit einem Betonbeisser, war nicht möglich, aufgrund der beschränkten Bodennutzlasten in der Nähe des Kamins. Folglich blieb nur ein manueller Abbruch." Die Tagesleistung der Personen, die mit dem Abbruch beschäftigt sind, liegt bei einem Meter Kaminhöhe pro Tag. Sie alle sind mit Absturzsystemen gesichert. Bei zu starken Winden müssen die Arbeiten gemäss einer Auflage der Baupolizei eingestellt werden. Erschlossen ist die jeweilige Arbeitsstelle in luftiger Höhe mit einem Aufzug und im Notfall über die am Gerüst montierte Treppe.
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Zahlen und Fakten
Bauführer: Werner Frei, Patrice Delcroix
Polier: Andreas Wiesendanger
Belegschaft: Im Durchschnitt bis Ende März: 34 Mitarbeiter
Inventar:
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1 Cat 345
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1 – 2 Cat 325
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2 Cat 314
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Cat 303
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2 Cat 257
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3 MH City
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3 Hebebühnen
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1 – 2 Volvo L40
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Diverse Kleingeräte
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Toniareal .
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