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4. Februar 2011
Werkhof Höri - definitiv Vergangenheit
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Nachdem wir den Werkhof in Oberhöri Ende 2003 verlassen und Anfang 2004 unser modernes Dienstleistungszenter in Oberglatt in Betrieb genommen haben, begann die 7-Jährige Leidenszeit mit administrativen Hindernissen beim Baubewilligungsverfahren. Nun, endlich ist es soweit.
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Die von der Oskar Meier AG geplante Wohnüberbauung mit 57 Eigentumswohnungen kann realisiert werden.
Die Auskernung ist bereits erfolgt. Auch die asbesthaltigen Eternit-Platten wurden fachmännisch entfernt. In der Nacht zum 26. Januar wird der 100 To schwere Rückbaubagger Cat 385 C, ausgerüstet mit den nötigen Anbauwerkzeugen wie Schrottschere, Betonbeisser und Abbruchhammer, direkt aus Basel antransportiert.
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Der Rückbau mit "grobem Geschütz" kann also beginnen. Unser Baggerführer Peter Grob kuppelt mit dem hydraulischen Schnellwechsler die 10 To schwere Schrottschere an. Mit Leichtigkeit drückt er die Backsteinwand bis zum Dachträger ein und schneidet dann die Stahlträger in Stücke. Schon ist die westliche Seitenwand der Halle geöffnet. Damit ist aber auch schon wieder Pause für den Cat 385. Zuerst muss jetzt der belastete Boden entfernt und zur Bodenwaschanlage transportiert werden.
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Für mich also Zeit, um einige Gedanken zur Vergangenheit des Werkhofes zu machen, der immerhin während 25 Jahren mein Arbeitsort war. Dazu habe ich auch unseren Onkel Rudolf, früherer Mitinhaber der Gebrüder Eberhard, mit seiner Frau Tante Emma eingeladen. Von 1958 bis 1980 wohnte er im Bauernhaus direkt vor Ort. Der Bau der Werkhalle nahm Anfang der 60er Jahre konkrete Formen an. Die wirtschaftliche Lage war eher angespannt und das Geld musste in das Inventar fliessen, so dass die erste Etappe der Halle in Eigenregie erstellt wurde. Die Fachwerkbinder wurden vor Ort verschweisst. Um Kosten zu sparen, dienten dazu gebrauchte Winkeleisen, welche aus dem Rückbau von alten Hochspannungsmasten stammten. Die neuen HEB 300-Stahlstützen wurden in Basel abgeholt, wo sie gemäss Angabe von Rudolf damals 56 Rappen das Kilo kosteten. Als Kran diente der neue und hochmoderne 30 To schwere Seilbagger Link-Belt LS 98. Damit die notwendige Hakenhöhe erreicht wurde, musste zuerst ein zusätzliches Zwischenstück für den Gittermastausleger, natürlich auch aus den gebrauchten Winkeleisen, angefertigt werden. Der Beton wurde vor Ort mit einem Occasions-Freifallmischer hergestellt. Der Zement musste von Hand in Säcken beigegeben werden. Der kiesige Aushub für das Kellergeschoss wurde vor Ort aufbereitet. So durfte ich viele schulfreie Tage mit dem Trax Hanomag K 320L (nicht gerade das beliebteste Model) das kiesige Aushubmaterial in die selbst gebaute Siebanlage aufgeben. Daraus produzierten wir Strassenkies für unzählige Meliorationswege oder eben auch Gesteinskörnung für die Betonproduktion vor Ort.
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Also insbesondere für Onkel Rudolf, aber auch für mich ein Tag der Gegensätze. Damals der Bau der neuen Werkstatt unter grossem Einsatz unserer Firmengründer Rudolf und Vater Heinrich Eberhard, geprägt von Handarbeit, Improvisation und finanziellen Entbehrungen. Heute, eine Zeit mit immer raffinierteren technischen Möglichkeiten, immer schnelleren Arbeitsabläufen und grossen Investitionen in die Zukunft. So liegen 50 Jahre Geschichte und Zukunft beieinander.
.Hansruedi Eberhard
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Abbruch Werkhof Höri . Abbruch Werkhof . Onkel Rudolf und Tante Emma . Onkel Rudolf und Tante Emma, Hansruedi Eberhard . Im Gespräch mit dem Bauführer . Bienenhaus . Rückbau mit Schrottschere
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