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Praxisbericht vom 29. August 2012
Sanierung Walcheweiher in Winterthur
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Zwei der drei Walcheweiher im Lindberg-Waldgebiet nördlich von Winterthur-Veltheim werden zurzeit saniert und hochwassersicher ausgebaut. Gleichzeitig erfolgt eine Aufwertung als Naherholungsgebiet und Naturraum.
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Damit die unteren beiden Weiher nicht mehr den kantonalen Vorgaben der Stauanlagenverordung unterliegen, hat sich der Forstbetrieb der Stadt Winterthur entschieden, die Wassertiefe zu verringern. Im Zuge der Sanierung erfolgt auch ein Neubau der drei veralteten Auslaufbauwerke gemäss den Vorgaben für ein 100-jähriges Hochwasser, was einem Zufluss von sechs Kubikmeter Wasser pro Sekunde entsprechen würde. Neben der Gewährung der Hochwassersicherheit für das nahe gelegene Siedlungsgebiet ist die Aufwertung der Weiher und der Uferbereiche als ein strukturierter und vielfältiger Lebensraum ein weiteres Ziel. Mit diesem Projekt soll eine deutliche Steigerung der Artenvielfalt im Bereich von Flora und Fauna erreicht werden. Der Rosentalbach der ursprünglich nur durch die oberen beiden Weiher floss, wird zwischen dem mittleren und dem unteren Weiher offen und zugänglich gestaltet und in einer Furt über den Weg geführt. Abschliessend erfolgt eine flachere Gestaltung der Ufer und des Unterwasserprofils der beiden Weiher.
Die eigentlichen Bauarbeiten starteten im Spätsommer 2011 mit dem Absaugen des Schlammes vom Grund der Weiher. Mit einem Amphibienfahrzeug mit Saugrüssel und Schneidrad und einer schwimmenden Leitung wurde rund 2‘000 Kubikmeter Schlamm-Wassergemisch abgesaugt und in grosse Säcke gepumpt. Diese liessen das Wasser durch und hielten den Schlamm zurück. Anschliessend erfolgte die Umsiedlung aller Teichbewohner in den obersten Walcheweiher. Mit dem Rückbau der beiden alten Ablaufwerke begann die ARGE bestehend aus Eberhard Bau AG und wsb AG im Mai 2012 mit den eigentlichen Tiefbauarbeiten. Der untere Weiher erhielt in der Mitte des um 0.5 Meter erhöhten Dammes eine neue Hochwasserentlastung und die getrennte Führung vom Rosentalbach und dem Weiher wurde zu Gunsten von drei kleinen Inseln am Westufer aufgehoben. Übrigens diente der unterste Weiher vor dem „Kühlschrank-Zeitalter“ der nahen Haldengut-Brauerei als Eislieferant. Der mittlere Weiher erhält ebenfalls eine neue Hochwasserentlastung und die Sohlen beider Weiher werden durch Schüttungen angehoben, so dass die Normalwassertiefe maximal noch 1.90 Meter beträgt. Die Bauarbeiten an den Walcheweihern dauern bis zum Herbst 2012.
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Zur Stabilisierung der weichen Weihersohle setzt die Eberhard Bau AG einen Caterpillar 325D LN Raupenbagger mit einem Powermixer ein. Die beiden Mischtrommeln mit einem Durchmesser von 870 Millimeter und einer Mischbreite von 1.52 Meter sitzen am Ende einer 3 Meter Verlängerung. Das ganze Anbaugerät wiegt 2‘360 Kilogramm. Durch eine kegelförmige Düse im Mischbereich erfolgt die Zugabe von Bindemittel. Der weiche Boden wird durch die Anordnung der Mischpaddel an den Trommeln optimal durchmischt und es entsteht ein standfester Untergrund. Durch die Verwendung von Kalk als Bindemittel würde der pH-Wert des Wassers zu hoch und vor allem die Fische überleben das nicht. Deshalb kommt hier am Walcheweiher pulverförmiger Schiefer-Mergel zum Einsatz. Bei einem Schüttgewicht von 1.25 t/m3 fasst das Silo vor Ort rund 20 Tonnen. Mittels einer Schlauchleitung und Pressluft gelangt das Bindemittel über das Baggerheck und den Ausleger zu den beiden Mischtrommeln. Das stabilisierte Material wird anschliessend mit dem Schwenklöffel ausplaniert. Der nun standfeste Untergrund dient als zusätzliche Abdichtung und erhält abschliessend noch eine Kiesüberdeckung als Sohlenerhöhung.
Damit der Baumaschinenführer kein Fussbad in seiner Kabine bekommt, steht der Bagger auf massiven Holzmatratzen. Spezielle Stahlmatratzen welche die Eberhard Bau AG ursprünglich für den Pipelinebau entwickelte, befestigen den Weg bis zur Weihersohle. Wenn alles optimal läuft, verbraucht der Baumaschinenführer 16 Kubikmeter oder ein volles Silo Bindemittel pro Tag. Die zu stabilisierende Schicht misst am Nordufer nur 0.2 Meter und ist im Süden bis 1.5 Meter tief. Bei geringen Schichtstärken verteilt der Baumaschinenführer das Bindemittel mit seiner Anbaufräse und mischt den Boden mit einem Zahnlöffel. Wenn die Eberhard Bau AG die Arbeiten abgeschlossen hat, wird der Spaziergänger davon nichts mehr sehen. Unsere Baumaschinen standen einmal mehr im Einsatz zur Bereicherung von Flora und Fauna.
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Sanierung Walcheweiher in Winterthur .
Sanierung Walcheweiher in Winterthur
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