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Praxisbericht vom 12. Dezember 2012
Spezialbeton – Kernkompetenz der Eberhard Baustoffe
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Seit Mitte 2011 laufen in der Stadt Zürich die Bauarbeiten am neuen Sicherheitsstollen (SiSto) des Milchbucktunnels. Eberhard Baustoffe lieferte dazu grosse Mengen an Spritz- und Spezialbeton.
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Der Milchbucktunnel sollte ursprünglich mit zwei gleich grossen Röhren ausgeführt werden. Querverbindungen im Abstand von 230 bis 270 Metern hätten die beiden Röhren verbunden. Aufgrund veränderter Verkehrskonzepte gelangte die zweite Röhre jedoch nie zur Ausführung. Die Querverbindungen und die Tagbaustrecken in den Portalbereichen wurden jedoch realisiert. Die bestehende Milchbuckröhre ist seit 1985 in Betrieb und wird täglich von 50'000 Fahrzeugen durchquert. Seit 2003 wird er in drei Stufen auf den neusten Stand der Sicherheitsnormen gebracht. Der Bau eines Sicherheitsstollens, der voraussichtlich im Herbst 2014 eröffnet wird, bildet die letzte Etappe dieses Programms. Die Gesamtprojektleitung obliegt der Bauherrschaft, dem Bundesamt für Strassen ASTRA, Infrastrukturfiliale Winterthur.
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Der neue Sicherheitsstollen ist 1340 Meter lang und verläuft parallel zum Haupttunnel. Er gewährleistet im Notfall einen sicheren Fluchtweg aus dem Haupttunnel ins Freie. Die fünf bestehenden Querverbindungen werden als Zugänge zum Sicherheitsstollen ausgebildet. Die 1000 Meter lange Strecke im Molassefels wurde von Norden her mit einer Tunnelbohrmaschine (TBM) aufgefahren. Der Ausbruch im südlichen Lockergestein erfolgte in den ersten Etappen mit einem Tunnelbagger im Schutze eines Jettingschirms, dann aber mit Hilfe eines Rohrschirms (horizontale, mit Beton verpresste Stahlrohre im Gewölbebereich). Bei einem Tunneldurchmesser von 4.05 Meter ergab sich ein Ausbruchvolumen von rund 25‘000 Kubikmeter Fels und Lockergestein.
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Mitte Juni 2011 konnte Eberhard Baustoffe mit der ARGE SiSto Milchbuck c/o Marti Tunnelbau einen Liefervertrag über rund 6000 Kubikmeter Nass-Spritzbeton und 6'000 Kubikmeter Konstruktionsbeton für die Sohle und das Innengewölbe abschliessen. Für den südlichen Teil lieferten die wasserblau-gelben Fahrmischer 2300 Kubikmeter RC-Spritzbeton C Dmax 8 mm mit Stahlfasern. Für den TBM-Abschnitt war ein Primär-Spritzbeton nötig, da dieser über eine längere Pumpleitung gefördert wurde. Bis heute transportierten die Eberhard Fahrmischer rund 4100 Kubikmeter Primär-Spritzbeton Dmax 8 mm zum Nordportal. Rund 45 Prozent oder 2'900 Kubikmeter des gelieferten Spritzbetons mussten mit Stahlfasern versehen werden. Für die Zugabe der rund 110 Tonnen Stahlfasern war die Installation einer neuen Dosieranlage im Betonmischwerk Ebirec in Rümlang nötig.
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Damit der Sicherheitsstollen problemlos begehbar ist, muss das Sohlensegment bis auf eine Breite von 3.4 Metern mit Beton befestigt werden. Nachdem die TBM im Sommer ihre Arbeit abgeschlossen hatte, wurden im nördlichen Bereich der Sohle ein 8er sowie ein zusätzlicher 4er-Rohrblock, eine Hauptentwässerungsleitung und eine Netzarmierung montiert. Das eigentliche Betonieren der Bodenplatte war Routinearbeit. Die Herausforderung lag in der Entwicklung einer optimierten Spezialmischung die 850 Meter weit gepumpt werden konnte. Die Langhub-Betonpumpe von Putzmeister benötigte einen Fahrmischer voll Material nur um die Leitung zu füllen! Die erste Schmiermischung setzte sich nur aus Sand und Zement in einem Gewichtsverhältnis von 1:1 zusammen. Der eigentliche Pumpbeton bestand aus einer speziellen Sieblinie 0-16 Millimeter mit einem hohen Anteil an Sand bzw. Mehlkorn, 375 Kilogramm Zement sowie 1.2 Prozent Verflüssiger. Damit konnten die geforderten Eigenschaften C25/30, XC4/XD1, w/z 0.48 und Konsistenz F4 eingehalten werden. Zur Sicherung der langen Verarbeitbarkeit und zur Vorbeugung bei allfälligen Unterbrüchen war der Sohlenbeton zusätzlich 8 Stunden verzögert.
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Gearbeitet wurde von 06.00 bis 22.00. Damit der Pumpbeton möglichst kontinuierlich floss, konnten jeweils zwei Fahrmischer an der Betonpumpe "andocken". Während der eine noch den Restbeton aus der Rinne kratzte, war der andere bereits am Abladen. Damit die Pumpleitung nach Feierabend nicht entleert werden musste, waren die letzten beiden Ladungen einer Tagesetappe 16 Stunden verzögert. Dieser Beton verblieb in der Pumpleitung. Dadurch konnte am nächsten Morgen normal weiter gepumpt werden. Am Anfang der Arbeiten lag die Pumpleistung bei rund 10 m3/h. Diese erhöhte sich aber fortlaufend, da die Pumpleitung immer kürzer wurde. Der erste Fahrmischer mit der Schmiermischung stand am 16. November um 06.00 am Nordportal. 1'400 Kubikmeter Spezialmischung waren nötig um die 850 Meter lange Bodenplatte fertig zu stellen.
Die Ausbrucharbeiten am Südportal endeten mit dem Durchstich am 4. Dezember. Für alle Mineure ist dieser Tag ein Feiertag, da der 4.12 jeweils auch der Tag der Heiligen Barbara ist, der Schutzpatronin aller Mineure und Bergbauarbeiter. Die Demontage der TBM erfolgt durch das Südportal. Der Ausbau des südlichen Teils und der verbleibenden 150 Meter im Nordteil des Sicherheitsstollens wird anfangs 2013 nochmals die Fahrt von unzähligen wasserblau-gelben Fahrmischern Richtung Stadtzentrum nötig machen.
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Eine nicht alltägliche Tunnelbaustelle mitten in der Stadt Zürich gibt uns die Möglichkeit das Fachwissen im Bereich Baustoffe und minutengenaue Logistik unserer Fahrmischer einmal mehr unter Beweis zu stellen.
Eberhard – Pioniere in Baustoffen
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